FAQ – Abfallbeseitigung

Artikel 7.04: Reinigung des Schiffes unter besonderen Umständen

Problemstellung:

Bestimmte Situationen können dazu führen, dass die Herstellung eines Reinigungszustandes erschwert bzw. unmöglich gemacht wird, zum Beispiel sind dies Wettereinflüsse.

Wie bekomme ich den Standard besenrein bei Regen hin?

Es ist Sache des Ladungsempfängers für einen entsprechend gereinigten Laderaum zu sorgen. Wenn wegen schlechten Wettereinflüssen nicht mit dem Besen gereinigt werden kann, bestehen alternativ die folgenden Möglichkeiten:

  • Es kann gewartet werden, bis das Wetter eine Reinigung mit dem Besen erlaubt;
  • Es kann der höheren Entladestandard „vakuumrein“ gewählt werden, weil die Vakuumtechnik auch eine Reinigung von nasser Restladung zulässt.

Anmerkung:

Der Hinweis a) zur Anwendung der Tabelle des Anhangs III ist zu beachten:

„Entsprechen die Laderäume oder Ladetanks nicht dem jeweils geforderten Entladungsstandard A oder B, ist eine Abgabe zur Sonderbehandlung S erforderlich“.


Definition „vakuumreiner Laderaum“ (Artikel 5.01 Buchstabe h)

Problemstellung:

Für die Anforderung „vakuumrein“ ergeben sich Probleme bei der Reinigung der Laderaumwände. Das Absaugen des Bodens mittels Industriestaubsauger und das Reinigen der Wände mittels Hochdruckreiniger stellt z.B. eine praktikable Lösung dar.

Welche Möglichkeiten gäbe es noch?

Die Definition „vakuumreiner Laderaum“ lautet:

„vakuumreiner Laderaum“: einen Laderaum, aus dem die Restladung mittels Vakuumtechnik entfernt worden ist und der deutlich weniger Ladungsrückstände enthält als ein besenreiner Laderaum“.

In der Definition wird ausdrücklich darauf verwiesen, dass

  1. der Reinigungszustand deutlich besser als „besenrein“ sein muss und
  2. deutlich weniger Ladungsrückstände am Ende der Reinigung vorhanden sein sollen.

Sofern es weitere Reinigungsarten gibt, bei denen die Laderaumwände und ggf. anschließend der Laderaumboden entsprechend gesäubert werden können, gelten diese Verfahren als gleichwertig wenn bei dieser Reinigung die Restladung nicht verunreinigt wird, und in der Tat deutlich weniger Ladungsrückstände entstehen.

Ein solch alternatives Verfahren könnte unter Beachtung des Vorhergesagten die (Hoch)Druckreinigung sein. Dies ersetzt jedoch nicht ein ggf. erforderliches Waschen.

Hochdruckreinigung, die zum zusätzlichen Ablösen von Rost oder Farben o.ä. führt, zählt nicht zum Verfahren „vakuumrein“.

Ziel der Vorschrift ist es, möglichst wenig Ladungs- und Umschlagsrückstände zu erhalten, die ggf. einer Abfallannahmestelle (Waschwasserannahmestelle) zuzuführen sind.

Eine Vakuumreinigung ist eine Form der Trockenreinigung.


CDNI Anwendung von Anlage 2 Artikel 6.01 Absatz 4 Umgang mit Düngemitteln der Güternummern 723, 724 und 729

Wie ist die Vorgehensweise bei Übergabe von Düngemitteln der Güternummern 723, 724 und 729 der Stoffliste nach Anlage 2 Anhang III des CDNI an einen landwirtschaftlichen Betrieb zur Ausbringung auf einem Feld?

Das Übergeben von Gütern der Güternummern 723, 724 und 729 der Stoffliste nach Anlage 2 Anhang III des CDNI an einen landwirtschaftlichen Betrieb zur Einbringung auf ein Feld ist unter der Bedingung zulässig, dass der die Düngemittel abnehmende Landwirtschaftsbetrieb die Annahme von Düngemitteln

  1. der Güternummer 7241 in der Entladebescheinigung unter der Rubrik Annahmestelle;
  2. der Güternummern 7242, 7243 und 7290 in einer separaten Bescheinigung, die die Erklärung enthält, dass das Düngemittel nicht in Gewässer eingeleitet wird,

bestätigt und diese Düngemittel nach den nationalen Vorschriften für einen Eintrag zugelassen sind.

Begründung

  1. Düngemittel der Güternummer 723 dürfen in das Gewässer eingeleitet werden und unterliegen daher keiner weiteren Bestimmung.
  2. Düngemittel der Güternummer 7241